JP Heater Diesel Combi – meine Erfahrungen mit der Dieselheizung im Camper
Wie sich die Kombiheizung in meinem Fiat Ducato bewährt, weshalb ich die App-Steuerung schätze und warum der Warmwasserboiler bislang noch nicht zum Einsatz gekommen ist.
Wenn man mit dem Camper nicht nur in den warmen Sommermonaten unterwegs ist, wird eine vernünftige Heizung schnell zu einer der wichtigsten Komponenten des gesamten Ausbaus. Gerade bei niedrigen Außentemperaturen, an regnerischen Tagen oder morgens nach einer kalten Nacht möchte ich nicht darauf verzichten, den Innenraum auf eine angenehme Temperatur bringen zu können. Bei meinem Fiat Ducato war mir deshalb von Anfang an wichtig, eine zuverlässige und möglichst unabhängige Wärmeversorgung einzubauen. Meine Wahl fiel auf die JP Heater Diesel Combi, eine Kombiheizung, die sowohl für die Beheizung des Innenraums als auch für die Warmwasserbereitung vorgesehen ist.
Inzwischen konnte ich mit der Luftheizung einige Erfahrungen sammeln und habe dabei sowohl Funktionen kennengelernt, die ich heute nicht mehr missen möchte, als auch einen Punkt entdeckt, den ich nachträglich verbessern musste. Besonders die Bedienung über das Smartphone hat sich für mich zu einem echten Komfortgewinn entwickelt. Bevor ich darauf näher eingehe, möchte ich allerdings eine wichtige Sache klarstellen: Mein Wassersystem ist bislang noch nicht angeschlossen. Der integrierte Warmwasserboiler war deshalb bei mir noch nie in Betrieb. Meine Erfahrungen mit der JP Heater beziehen sich bisher ausschließlich auf die Luftheizung.
Warum ich mich für eine Diesel-Kombiheizung entschieden habe
Bei der Planung meines Campers habe ich versucht, die verschiedenen technischen Systeme möglichst sinnvoll aufeinander abzustimmen. Ich wollte weder eine unnötig komplizierte Installation noch mehrere unterschiedliche Energieträger mitführen müssen. Deshalb war für mich relativ schnell klar, dass ich auf eine klassische Gasinstallation verzichten möchte. Auch beim Kochen setze ich inzwischen auf Induktion. Dafür nutze ich ein zweiflammiges Kochfeld von IKEA, das über meine vorhandene Stromversorgung mit dem ECTIVE CSI 30 Pro betrieben wird. Für die Heizung erschien mir dagegen Diesel als die passendere Lösung, schließlich ist dieser Kraftstoff durch das Basisfahrzeug ohnehin an Bord.
Der Vorteil liegt für mich vor allem in der Unabhängigkeit. Eine Dieselheizung benötigt zwar Strom für die Steuerung, die Dosierpumpe und das Gebläse, die eigentliche Wärme wird aber durch die Verbrennung des Kraftstoffs erzeugt. Damit muss ich nicht ständig auf den Ladezustand meiner Aufbaubatterie achten, wie es bei einem leistungsstarken elektrischen Heizgerät der Fall wäre. Gerade weil ich unterwegs gerne etwas abseits stehe und nicht auf Campingplätze mit Landstrom angewiesen sein möchte, passt dieses Prinzip sehr gut zu meiner Art zu reisen. Meine LiFePO4-Batterie und die Solaranlage versorgen die elektrischen Komponenten, während die Wärme hauptsächlich aus dem Diesel kommt. Wie ich diese Stromversorgung in meinem Ducato aufgebaut habe, welche Komponenten ich dafür verwende und wie die verschiedenen Lademöglichkeiten zusammenspielen, beschreibe ich ausführlich in meinem Beitrag Camper-Elektrik im Fiat Ducato – mein aktuelles Stromsystem.
Für die JP Heater Diesel Combi sprach außerdem die Kombination aus Luftheizung und Warmwasserboiler. Statt später ein vollständig separates Gerät zur Warmwasserbereitung nachzurüsten, wollte ich diese Möglichkeit von Anfang an im Ausbau berücksichtigen. Laut den technischen Angaben bietet die Anlage eine Heizleistung von bis zu 4 kW und verfügt über einen integrierten 10-Liter-Warmwasserboiler. Gerade bei einem Selbstausbau, bei dem Platz, Gewicht und Zugänglichkeit immer eine Rolle spielen, fand ich den Gedanken einer gemeinsamen Lösung interessant. Ob sich die Warmwasserfunktion später genauso gut bewährt wie die Luftheizung, werde ich allerdings erst nach Fertigstellung meiner Wasserinstallation beurteilen können.
Meine Erfahrungen im Alltag – Wärme, App-Steuerung und Komfort
Mit der eigentlichen Heizleistung bin ich bislang zufrieden. Die JP Heater schafft es, den Wohnbereich meines Ducato auch bei niedrigen Temperaturen angenehm aufzuwärmen, ohne dass ich dafür eine externe Stromversorgung benötige. Natürlich hängt es immer von der Außentemperatur, der Dämmung und der gewünschten Innentemperatur ab, wie intensiv die Heizung arbeiten muss. In der Übergangszeit genügt es häufig, sie morgens oder abends eine Weile laufen zu lassen. Wenn es draußen deutlich kälter wird, weiß ich es dagegen zu schätzen, dass die Wärmeversorgung unabhängig vom Wetter und vom aktuellen Solarertrag funktioniert. Den Dieselverbrauch gibt der Hersteller je nach Betriebszustand mit ungefähr 0,2 bis 0,4 Litern pro Stunde an. Eigene exakt gemessene Langzeitwerte habe ich dazu allerdings nicht, weshalb ich diese Zahlen lediglich als Orientierung betrachte.
Was ich mittlerweile fast noch mehr schätze als die eigentliche Heizleistung, ist die Bedienung über die Smartphone-App. Obwohl natürlich ein festes Bedienfeld vorhanden ist, greife ich im Alltag überwiegend zum Handy. Besonders praktisch finde ich das im Winter. Wenn ich morgens weiß, dass ich den Ducato später benötige, kann ich die Heizung bereits aus meiner Wohnung einschalten und den Innenraum vorwärmen. Bis ich am Fahrzeug ankomme, ist es dort deutlich angenehmer, und auch das Entfernen von Frost kann dadurch leichter werden. Natürlich ersetzt das nicht die Kontrolle und das vollständige Entfernen von Schnee und Eis am Fahrzeug. Auch muss vor dem Einschalten sichergestellt sein, dass die Heizung gefahrlos betrieben werden kann und insbesondere die Abgasführung frei ist. In geschlossenen Garagen darf eine solche Dieselheizung nicht betrieben werden.
Ein weiterer Vorteil zeigt sich, wenn ich bereits im Fahrerhaus sitze und den hinteren Wohnbereich beheizen möchte. Statt erst nach hinten zum Bedienpanel gehen zu müssen, kann ich die Heizung einfach über das Smartphone einschalten. Noch bequemer finde ich diese Möglichkeit nachts oder morgens im Bett. Wenn es mir zu warm oder zu kalt wird, kann ich direkt auf dem Handy kontrollieren, welche Temperatur eingestellt ist, und die Einstellungen entsprechend verändern. Ich muss dafür nicht erst aufstehen oder mich durch den Camper bewegen. Das sind vielleicht keine spektakulären Funktionen, aber genau solche Kleinigkeiten machen für mich den Unterschied zwischen einer technischen Ausstattung, die lediglich ihren Zweck erfüllt, und einer Lösung, die im Alltag wirklich angenehm zu bedienen ist.
Ganz ohne Kritikpunkt verliefen meine bisherigen Erfahrungen allerdings nicht. Besonders die ursprüngliche Dieseldosierpumpe hat mich anfangs ziemlich gestört. Das regelmäßige Ticken solcher Pumpen ist bei Dieselheizungen grundsätzlich nichts Ungewöhnliches, kann in einem relativ kleinen Camper aber deutlich wahrnehmbar sein. Tagsüber fällt das oft kaum auf, doch sobald es nachts ruhig wird, sieht die Sache anders aus. Bei meiner ursprünglichen Pumpe war dieses Geräusch teilweise so präsent, dass es mich beim Einschlafen gestört und gelegentlich sogar aufgeweckt hat. Gerade wenn man sich nach einem langen Tag ins warme Bett legt, möchte man schließlich nicht ständig ein rhythmisches Klacken im Hintergrund hören.
Deshalb habe ich mich entschieden, die ursprüngliche Dosierpumpe durch eine Silent-Version von JP Heater zu ersetzen. Für mich war das eine ausgesprochen sinnvolle Verbesserung. Die neue Pumpe arbeitet deutlich leiser und fällt im normalen Betrieb wesentlich weniger auf. Rückblickend würde ich bei einem erneuten Einbau von Anfang an mehr Aufmerksamkeit auf die Pumpe, ihre Befestigung und die Entkopplung von der Fahrzeugkarosserie legen. Vibrationen können sich über die Karosserie übertragen und dadurch Geräusche verursachen, die im Innenraum stärker wahrgenommen werden als direkt an der Pumpe. Wer eine Dieselheizung in seinem Camper plant, sollte diesen Punkt deshalb meiner Meinung nach nicht unterschätzen.
Der Warmwasserboiler und die noch ausstehende Wasserinstallation
Ein wesentlicher Grund für meine Entscheidung zugunsten der Diesel Combi war die Möglichkeit, später auch die Warmwasserversorgung damit abzudecken. Ich plane in meinem Ducato eine feste Wasserinstallation, bei der die vorhandene Kombiheizung künftig eine wichtige Rolle übernehmen soll. Bislang ist davon allerdings noch nichts angeschlossen, weshalb der integrierte Boiler auch noch nie mit Wasser in Betrieb war. Die JP Heater arbeitet bei mir momentan ausschließlich als Luftheizung. Das möchte ich ausdrücklich erwähnen, weil ich keine Erfahrungen mit einer Funktion beschreiben möchte, die ich selbst bisher überhaupt nicht ausprobiert habe.
Wie schnell sich das Wasser später aufheizen lässt, wie lange die Temperatur gehalten wird und wie sich die vorhandene Wassermenge im Alltag bewährt, kann ich deshalb heute noch nicht beurteilen. Besonders interessant wird für mich die praktische Nutzung beim Abwaschen und Duschen sein. Erst wenn die Wasserinstallation vollständig fertiggestellt ist und ich den Boiler über einen längeren Zeitraum unterwegs verwendet habe, lässt sich dazu ein vernünftiges Fazit ziehen. Die grundsätzliche Idee, Luftheizung und Warmwasserbereitung in einem Gerät zu kombinieren, finde ich weiterhin sinnvoll. Ob die praktische Umsetzung meine Erwartungen erfüllt, muss sich aber erst noch zeigen. Sobald ich damit eigene Erfahrungen gesammelt habe, werde ich diesen Bericht entsprechend ergänzen.
Mein Fazit zur JP Heater Diesel Combi
Nach meinen bisherigen Erfahrungen bin ich mit der JP Heater Diesel Combi als Luftheizung zufrieden. Sie bringt den Innenraum meines Fiat Ducato zuverlässig auf eine angenehme Temperatur und macht mich dabei weitgehend unabhängig von Landstrom oder einer zusätzlichen Gasinstallation. Besonders schätze ich die Möglichkeiten der App-Steuerung, die ich im Alltag deutlich häufiger nutze als das fest installierte Bedienpanel. Die Heizung schon vor der Abfahrt aus der Wohnung einzuschalten, den Wohnbereich vom Fahrersitz aus zu erwärmen oder nachts bequem vom Bett aus die Einstellungen zu kontrollieren, sind für mich inzwischen echte Vorteile.
Der größte Kritikpunkt war anfangs die deutlich hörbare Dieseldosierpumpe. Seit dem Austausch gegen die Silent-Version hat sich das spürbar verbessert. Die Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig bei einer Dieselheizung nicht nur die Heizleistung, sondern auch eine durchdachte Montage der einzelnen Komponenten ist. Geräusche, Wartungszugänglichkeit und eine sinnvolle Positionierung können im späteren Alltag mindestens genauso entscheidend sein wie die technischen Angaben auf dem Papier.
Würde ich die JP Heater Diesel Combi wieder einbauen? Auf Grundlage meiner bisherigen Erfahrungen mit der Luftheizung würde ich mich erneut dafür entscheiden. Sie erfüllt ihren Zweck, lässt sich komfortabel bedienen und passt gut zu meinem weitgehend gasfreien Ausbaukonzept. Ein abschließendes Urteil über das gesamte Kombisystem kann ich allerdings erst abgeben, wenn auch der integrierte Warmwasserboiler tatsächlich in Betrieb ist. Bis dahin bleibt die Warmwasserversorgung noch ein offener Punkt meines Camper-Ausbaus, während sich die Heizfunktion für mich bereits bewährt hat.
















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