Wochenende in Berlin
Berlin – 2026
Von Donnerstag bis Sonntag ging es für uns mit der Bahn in die Hauptstadt. Anlass war ein Konzert von TV Noir im Admiralspalast, doch daraus wurde ein vollgepacktes Wochenende mit Sightseeing, Museen und einigen Beobachtungen, die uns noch länger beschäftigt haben.
Schon im Vorfeld gab es Fahrplanänderungen, und unsere Zugbindung wurde aufgehoben. Also mussten wir uns alternative Züge suchen, mit denen die Anschlussverbindungen noch passten. Am Ende ging es über Würzburg und Nürnberg nach Berlin, zweimal umsteigen, aber die Bahn brachte uns zuverlässig ans Ziel.
Vom Bahnhof liefen wir zu Fuß zum Hotel Meliá in der Friedrichstraße. Das Zimmer war noch nicht bereit, also nutzten wir die Zeit für einen ersten Drink am Spreeufer, bevor es zum Check-in und gleich weiter zu den ersten Sightseeing-Punkten ging.
Noch im Zug hatten wir uns Tickets für einen Hop-on-Hop-off-Bus gekauft, inklusive einer einstündigen Schifffahrt auf der Spree. Rückblickend war das nicht nötig. Die 24-Stunden-Karte der BVG für den Bereich Berlin AB kostet aktuell 11,20 Euro und gilt uneingeschränkt für Busse, Bahnen und Trams. Damit kommt man überall hin, ganz ohne feste Route.
An den Tagen sahen wir viele der klassischen Berlin-Motive: das Brandenburger Tor, die Siegessäule im Tiergarten, den Fernsehturm am Alexanderplatz, Bahnhof Zoo, verschiedene Denkmäler, den Reichstag, den Berliner Dom und die Museumsinsel. Ein besonderer Zufall: An unserem Wochenende fand Rave the Planet statt. Wir reihten uns kurzerhand in die Menge ein und liefen mit bis zum Brandenburger Tor, um uns das Spektakel anzusehen.
Auch kulturell war einiges dabei. Das Berliner Medizinhistorische Museum der Charité zeigt auf beeindruckende, teils schaurige Weise Medizingeschichte anhand anatomischer Präparate. Das DDR-Museum an der Spree punktet mit seinem interaktiven Konzept, bei dem man vieles selbst anfassen und ausprobieren kann. Im Futurium schließlich dreht sich bei freiem Eintritt alles um die Frage, wie wir in Zukunft leben wollen.
Was uns neben allen Sehenswürdigkeiten am meisten im Kopf geblieben ist: die vielen obdachlosen Menschen in der Stadt. Wir haben versucht zu unterstützen,wo wir konnten. Die Reaktionen waren durchweg freundlich und dankbar. Es kostet anfangs etwas Überwindung, auf die Menschen zuzugehen, aber diese Bedenken muss man nicht zu groß werden lassen. Bei Gruppen sind wir vorsichtiger geblieben, aber grundsätzlich gilt: helfen, wo man kann.
Gegessen haben wir im Rotes Kamel und im Vaporetto an der Spree, Kaffee und Kuchen gab es im Zimt und Zucker.
Am Samstagabend stand der eigentliche Anlass der Reise an: TV Noir mit Lotte und Scott Quinn im Admiralspalast, direkt neben unserem Hotel. TV Noir ist eine monatliche Mischung aus Live-Musik, Talk und Publikumsinteraktion. Moderator Tex bittet dabei jeweils zwei Musiker aufs Sofa, meist einen noch unbekannten Newcomer neben einem bereits etablierten Künstler, und führt mit ihnen ungezwungene Gespräche, aufgelockert durch kleine Spiele. Das Konzert war großartig, und das Format macht den Abend zu etwas anderem als ein klassisches Konzert.
Zum Absacker ging es noch in die Berliner Republik und danach ins Murphys Irish Pub, der perfekte Ausklang für zwei intensive Berlin-Tage.
Bahn & Öffis
Sehenswürdigkeiten
Museen
Event & Konzert

Hinterlasse einen Kommentar
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!