Gute Beleuchtung wird spätestens dann wichtig, wenn man regelmäßig mit dem Camper unterwegs ist. Gerade auf kleinen Landstraßen, in abgelegenen Gegenden oder wenn man abends noch einen Stellplatz sucht, kann zusätzliches Licht einen deutlichen Unterschied machen.
Beim Ausbau meines Fiat Ducato habe ich mich deshalb auch mit dem Thema Zusatzbeleuchtung beschäftigt. Meine Wahl fiel dabei auf die Purelux Panther Alpha 20 Spot von Valostore.
Die kleinen Scheinwerfer sind erstaunlich kompakt, bringen für ihre Größe ordentlich Licht auf die Straße und passen optisch gut zu einem modernen Camper. Gleichzeitig wollte ich auch die Ausleuchtung beim Rückwärtsfahren verbessern und habe deshalb am Heck zusätzlich zwei Purelux Radar verbaut.
In diesem Beitrag geht es deshalb nicht nur um die Panther Alpha 20 Spot, sondern auch um meine Lösung für die Rückfahrbeleuchtung und vor allem um die Frage, was bei solchen Umbauten im öffentlichen Straßenverkehr in Deutschland erlaubt ist.
Warum überhaupt zusätzliche Scheinwerfer?
Der Ducato ist nicht gerade ein kleines Fahrzeug. Gerade beim Fahren in der Dunkelheit merkt man schnell, dass zusätzliche Ausleuchtung angenehm sein kann.
Bei mir geht es dabei weniger darum, ständig mit möglichst viel Licht unterwegs zu sein. Viel wichtiger ist mir die zusätzliche Reichweite auf dunklen Strecken.
Wenn vor dem Camper plötzlich ein Reh am Straßenrand steht, ein Ast auf der Fahrbahn liegt oder eine schlecht beleuchtete Straße durch den Wald führt, ist es angenehm, etwas mehr von dem zu sehen, was vor einem passiert.
Und auch beim Ankommen am Stellplatz können zusätzliche Leuchten praktisch sein. Dabei muss allerdings klar zwischen einer zugelassenen Zusatzbeleuchtung für den Straßenverkehr und einem reinen Arbeitslicht unterschieden werden.
Die Purelux Panther Alpha 20 Spot
Die Panther Alpha 20 Spot ist mit ihren Abmessungen von gerade einmal 96 × 45 × 50 mm ausgesprochen kompakt. Trotzdem steckt in dem kleinen Gehäuse eine Lichtleistung, die sich sehen lassen kann.
Valostore gibt eine Herstellerleistung von 1.500 Lumen an. Bei der Messung wurden 1.390 Lumen ermittelt. Besonders interessant ist für mich die Spot-Ausführung: Die gemessene Reichweite liegt bei 264 Metern bei 1 Lux.
Das Licht hat eine Farbtemperatur von rund 5.000 Kelvin und wirkt dadurch relativ neutral. Gerade bei längeren Nachtfahrten empfinde ich das als angenehm.
Was mir ebenfalls gefällt, ist die kompakte Bauform. Die Leuchten wirken am Ducato nicht überdimensioniert und lassen sich relativ unauffällig in die Fahrzeugfront integrieren.
Klein, robust und für den Einsatz draußen gemacht
Bei einem Camper müssen solche Komponenten einiges aushalten. Regen, Schmutz, Salz auf der Straße und im Zweifel auch ein Hochdruckreiniger gehören zum Alltag.
Die Panther Alpha 20 Spot besitzt deshalb ein robustes Aluminiumgehäuse und ist nach IP69K geschützt. Der angegebene Temperaturbereich reicht von -40 bis +60 °C. Auch die elektromagnetische Verträglichkeit ist nach ECE R10 geprüft.
Für mich ist das genau die Art von Ausstattung, die ich an einem Camper schätze: nicht unbedingt groß und spektakulär, sondern kompakt, robust und für den Außeneinsatz ausgelegt.
Ein interessantes Detail: das zweifarbige Positionslicht
Die Panther Alpha 20 besitzt zusätzlich ein zweifarbiges Positionslicht. Je nach Ausführung beziehungsweise Ansteuerung kann dieses in Weiß oder Orange genutzt werden.
Das sieht am Fahrzeug durchaus interessant aus. Hier ist allerdings Vorsicht geboten: Nicht jede Funktion einer solchen Leuchte darf automatisch im öffentlichen Straßenverkehr genutzt werden.
Bei der Beleuchtung am Fahrzeug sollte deshalb immer die konkrete Zulassung und die vorgesehene Schaltung berücksichtigt werden. Für mich steht die eigentliche Zusatzbeleuchtung im Vordergrund – das Positionslicht ist eher ein zusätzliches Feature.
So hell ist die Panther Alpha 20 Spot tatsächlich
Die technischen Daten lesen sich bei vielen Zusatzscheinwerfern beeindruckend. Deshalb finde ich die gemessenen Werte interessanter als reine Herstellerangaben.
Bei der Panther Alpha 20 Spot wurden laut Valostore folgende Werte ermittelt:
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Betriebsspannung | 9–38 V |
| Leistung Arbeitslicht, gemessen | 19 W |
| Leistung Positionslicht, gemessen | 5,6 W |
| Lichtstrom, gemessen | 1.390 lm |
| Reichweite | 264 m bei 1 Lux |
| Reichweite | 528 m bei 0,25 Lux |
| Farbtemperatur, gemessen | 5.066 K |
| Abmessungen | 96 × 45 × 50 mm |
| Gewicht | 320 g |
| Schutzart | IP69K |
| Betriebstemperatur | -40 bis +60 °C |
| Anschluss | DT-4 |
| Zulassungen | ECE R10, R148, R149, CE, RoHS |
| Garantie | 36 Monate |
Die Werte stammen aus den aktuellen Produktangaben von Valostore beziehungsweise deren Messungen.
Zusätzliches Licht beim Rückwärtsfahren
Mindestens genauso interessant wie die Beleuchtung nach vorne ist für mich die Situation am Heck.
Mit einem Ducato rückwärts in eine enge Einfahrt, auf einen dunklen Stellplatz oder zwischen Bäume zu rangieren, kann bei schlechter Beleuchtung schnell unangenehm werden.
Deshalb habe ich hinten zwei Purelux Radar verbaut.
Die Leuchten sind mit 86 × 18 × 56 mm noch einmal sehr kompakt und erzeugen laut Valostore einen gemessenen Lichtstrom von 2.232 Lumen. Die gemessene Reichweite beträgt 47 Meter bei 1 Lux.
Für mich geht es bei diesen Leuchten allerdings weniger um Reichweite als um eine möglichst gute Ausleuchtung des Bereichs direkt hinter dem Camper.
Und genau da machen sie einen spürbaren Unterschied.
Meine Lösung am Heck
Ich habe zwei Purelux Radar am Heck meines Ducato montiert – jeweils links und rechts.
Die Leuchten sind relativ flach und lassen sich dadurch gut unterbringen, ohne dass sie weit aus dem Fahrzeug herausragen.
Geschaltet werden sie bei mir über ein Relais, das mit dem Rückfahrlicht verbunden ist. Sobald ich den Rückwärtsgang einlege, schalten die zusätzlichen Leuchten gemeinsam mit der serienmäßigen Rückfahrbeleuchtung ein.
Das ist für mich die angenehmste Lösung. Ich muss an keinen zusätzlichen Schalter denken und kann mich beim Rangieren ganz auf das Fahrzeug konzentrieren.
Bei modernen Fahrzeugen mit CAN-Bus sollte die konkrete elektrische Anbindung allerdings vorher geprüft werden. Je nach Fahrzeug kann ein klassisches 12-Volt-Signal am Rückfahrlicht nicht so zur Verfügung stehen, wie man es von älteren Fahrzeugen kennt.
Die technischen Daten der Purelux Radar
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Betriebsspannung | 9–36 V |
| Leistung, Herstellerangabe | 32 W |
| Leistung, gemessen | 24,2 W |
| Lichtstrom, Herstellerangabe | 2.100 lm |
| Lichtstrom, gemessen | 2.232 lm |
| Reichweite | 47 m bei 1 Lux |
| Reichweite | 94 m bei 0,25 Lux |
| Farbtemperatur, gemessen | 5.315 K |
| Abmessungen | 86 × 18 × 56 mm |
| Gewicht | 120 g |
| Schutzart | IP69K |
| Betriebstemperatur | -40 bis +60 °C |
| Anschluss | DT-2 |
Auch bei der Radar stammen die Werte aus den aktuellen Angaben und Messungen von Valostore.
Was ist in Deutschland erlaubt?
Das ist bei diesem Thema wahrscheinlich der wichtigste Abschnitt.
Nur weil eine Leuchte technisch als Zusatz- oder Arbeitsleuchte angeboten wird, bedeutet das nicht automatisch, dass sie in jeder Konfiguration im öffentlichen Straßenverkehr betrieben werden darf.
Für die Frontbeleuchtung sind unter anderem § 50 und § 52 StVZO relevant. Für Rückfahrscheinwerfer ist § 52a StVZO maßgeblich.
Die konkrete Zulassung der jeweiligen Leuchte und ihre Montage beziehungsweise Schaltung müssen deshalb zusammen betrachtet werden.
Panther Alpha 20 als Zusatzscheinwerfer
Die Panther Alpha 20 Spot wird von Valostore ausdrücklich als für den Straßenverkehr zugelassene Zusatzleuchte angeboten. Für die Spot-Version werden unter anderem ECE R10, R148 und R149 genannt.
Das bedeutet aber nicht, dass man beliebig viele Leuchten montieren und gleichzeitig betreiben kann.
Bei Fernscheinwerfern schreibt § 50 StVZO unter anderem vor, dass sie nur gleichzeitig oder paarweise einschaltbar sein dürfen und beim Abblenden alle erlöschen müssen.
Wenn Du also Zusatzscheinwerfer vorne montieren möchtest, solltest Du die Anzahl, Position und Schaltung zusammen mit der vorhandenen Serienbeleuchtung betrachten.
Und was ist mit dem Positionslicht?
Hier würde ich besonders vorsichtig sein.
Die Panther Alpha 20 besitzt ein zweifarbiges Positionslicht. Die Tatsache, dass eine Funktion technisch vorhanden ist, bedeutet nicht automatisch, dass jede Farbe in jeder Schaltung als Fahrzeugbeleuchtung im öffentlichen Straßenverkehr zulässig ist.
Ich würde deshalb vor der Montage genau prüfen, welche Funktion Du tatsächlich nutzen möchtest und ob die konkrete Schaltung für Dein Fahrzeug zulässig ist.
Rückfahrleuchten am Heck
Für die Rückfahrbeleuchtung ist § 52a StVZO besonders wichtig.
Grundsätzlich dürfen Kraftfahrzeuge hinten mit einem oder zwei Rückfahrscheinwerfern für weißes Licht ausgerüstet sein. Die leuchtende Fläche muss dabei zwischen 250 und 1.200 mm über der Fahrbahn liegen.
Eine interessante Erweiterung gibt es für mehrspurige Kraftfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen. Bei diesen darf auf jeder Längsseite zusätzlich ein Rückfahrscheinwerfer angebracht werden.
Das ist gerade beim Ducato wichtig: Ein Fahrzeug mit exakt 3,5 Tonnen zGG fällt nach dem Wortlaut von § 52a Abs. 3 nicht unter die Formulierung „mehr als 3,5 t“.
Wenn Dein Ducato also mit 3,5 Tonnen zugelassen ist, solltest Du nicht automatisch davon ausgehen, dass seitliche zusätzliche Rückfahrscheinwerfer nach dieser Regelung zulässig sind.
Die Schaltung ist ebenfalls wichtig
§ 52a schreibt außerdem vor, dass Rückfahrscheinwerfer nur bei eingelegtem Rückwärtsgang leuchten können dürfen und die Motoreinrichtung in der entsprechenden Betriebsstellung sein muss.
Genau deshalb würde ich eine zusätzliche Rückfahrleuchte nicht einfach über einen separaten Schalter dauerhaft zuschaltbar machen, wenn sie im öffentlichen Straßenverkehr als Rückfahrscheinwerfer eingesetzt werden soll.
Meine automatische Relais-Schaltung sorgt dafür, dass die zusätzlichen Leuchten gemeinsam mit dem Rückfahrlicht aktiviert werden.
Warum ich vor dem Umbau eine Prüfstelle fragen würde
Bei Fahrzeugbeleuchtung können kleine Details entscheidend sein: Fahrzeuggewicht, Anzahl der Leuchten, Einbauposition, Leuchtentyp, Schaltung und vorhandene Serienbeleuchtung.
Deshalb würde ich gerade beim Ducato nicht blind irgendeine Anleitung aus dem Internet übernehmen.
Wenn Du einen ähnlichen Umbau planst und nicht sicher bist, ob Deine konkrete Kombination zulässig ist, würde ich vorher bei TÜV, DEKRA oder GTÜ nachfragen.
Das kostet im Zweifel weniger Zeit und Nerven, als später einen bereits eingebauten Umbau wieder ändern zu müssen.
Mein Fazit
Die Purelux Panther Alpha 20 Spot hat mich vor allem durch ihre Kombination aus kompakter Bauform und ordentlicher Reichweite überzeugt.
Die kleinen Scheinwerfer benötigen kaum Platz und bringen trotzdem deutlich mehr Licht nach vorne. Gerade bei Nachtfahrten auf dunklen Straßen ist das für mich ein echter praktischer Vorteil.
Auch die beiden Purelux Radar am Heck möchte ich nicht mehr missen. Beim Rangieren mit dem Ducato auf dunklen Stellplätzen oder in engen Bereichen ist die zusätzliche Ausleuchtung sehr angenehm.
Was ich bei diesem Thema allerdings wichtiger finde als ein paar zusätzliche Lumen, ist die korrekte Umsetzung. Zusatzbeleuchtung ist nicht einfach nur ein Fall von „anschließen und fertig“. Gerade in Deutschland solltest Du die Zulassung, Montage und Schaltung der jeweiligen Leuchte beachten.
Für meinen Camper hat sich der Umbau jedenfalls gelohnt. Die zusätzlichen Leuchten sind kompakt, robust und im Alltag tatsächlich nützlich – und genau solche Dinge gehören für mich zu einem guten Camper-Ausbau.
Relevante Links
- Purelux Panther Alpha 20 Spot bei Valostore
- Purelux Radar Rückfahrleuchte bei Valostore
- § 50 StVZO – Scheinwerfer für Fern- und Abblendlicht
- § 52 StVZO – Zusätzliche Scheinwerfer und Leuchten
- § 52a StVZO – Rückfahrscheinwerfer
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