Wer mit dem Camper unterwegs ist, kennt das Thema Strom. Solange man regelmäßig auf einem Campingplatz steht und Landstrom zur Verfügung hat, macht man sich darüber wahrscheinlich wenig Gedanken. Spannender wird es, wenn man mehrere Tage an einem schönen Ort bleiben möchte und trotzdem Laptop, Kamera, Drohne, Smartphone oder andere elektrische Geräte mit Strom versorgen will.
Genau hier kommen mobile Powerstations ins Spiel. Ein Hersteller, der mir in diesem Zusammenhang immer wieder begegnet, ist EcoFlow. Die Geräte sind mittlerweile weit mehr als einfache große Powerbanks und können – je nach Modell – als mobile Energiezentrale für den Camper eingesetzt werden.
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Warum eine Powerstation für den Camper interessant sein kann
Eine Powerstation ist im Grunde ein großer Akku mit verschiedenen Anschlüssen. Je nach Modell stehen Dir neben USB-Anschlüssen auch 230-Volt-Steckdosen und 12-Volt-Ausgänge zur Verfügung. Geladen werden können die Geräte beispielsweise über Landstrom, das Fahrzeug oder Solarpanels.
Gerade diese Flexibilität finde ich beim Reisen interessant. Die Powerstation ist nicht fest im Camper eingebaut und kann deshalb auch außerhalb des Fahrzeugs genutzt werden. Beim Fotografieren kann sie zusätzliche Energie für Kameraakkus und Laptop liefern, beim Camping kleinere elektrische Geräte versorgen und unterwegs über das Fahrzeug oder ein Solarpanel wieder aufgeladen werden.
Das ist natürlich nicht für jeden Camper notwendig. Wenn Deine komplette Elektrik bereits mit einer ausreichend großen LiFePO4-Batterie, Solar und Wechselrichter ausgestattet ist, brauchst Du nicht automatisch noch eine Powerstation. Interessant wird sie vor allem dann, wenn Du eine flexible zusätzliche Energiequelle möchtest oder Deinen Ausbau bewusst einfach halten willst.
Solar und Powerstation – eine Kombination, die gut zum Vanlife passt
Besonders interessant wird eine Powerstation in Verbindung mit Solar. Gerade wenn man mehrere Tage frei stehen möchte, ist es angenehm, nicht ständig nach einem Stromanschluss suchen zu müssen.
Die EcoFlow-Geräte können abhängig vom Modell direkt über Solarpanels geladen werden. Bei der DELTA 3 Plus sind beispielsweise bis zu 1.000 Watt Solar-Eingangsleistung möglich, während die DELTA 3 bis zu 500 Watt aufnehmen kann.
Damit lässt sich ein einfaches System aufbauen: Die Solarpanels erzeugen während des Tages Energie, die Powerstation speichert sie und später kann die gespeicherte Energie wieder genutzt werden. Für kleinere Verbraucher wie Laptop, Kamera, Smartphone oder andere Geräte kann das unterwegs sehr praktisch sein.
Von klein und kompakt bis zur mobilen Energiezentrale
Was bei EcoFlow auffällt, ist die große Bandbreite an Geräten. Es gibt kleine Powerstations für den mobilen Einsatz und deutlich größere Modelle, die schon fast als komplette mobile Energieversorgung verstanden werden können.
Die RIVER-Serie richtet sich dabei eher an kleinere Anwendungen. Die RIVER 3 beispielsweise verfügt über 245 Wh Kapazität und 300 Watt Leistung. Die RIVER 3 Plus bietet 286 Wh und 600 Watt Ausgangsleistung und kann mit Zusatzbatterien auf bis zu 858 Wh erweitert werden.
Für einen Camper kann das bereits ausreichend sein, wenn es hauptsächlich darum geht, Geräte zu laden oder kleinere Verbraucher zu betreiben. Auch Kameraequipment, Laptop oder Drohne lassen sich damit unterwegs mit zusätzlicher Energie versorgen.
Wer mehr Reserven benötigt, landet bei der DELTA-Serie. Die DELTA 3 bietet 1.024 Wh Kapazität und 1.800 Watt Ausgangsleistung. Die DELTA 3 Plus verfügt ebenfalls über 1.024 Wh und 1.800 Watt Ausgangsleistung und kann mit Zusatzbatterien auf bis zu 5 kWh erweitert werden.
Damit wird die Powerstation auch für größere Verbraucher interessant. Eine Kaffeemaschine, ein Wasserkocher oder andere Geräte mit höherer Leistungsaufnahme sind dann grundsätzlich möglich – vorausgesetzt, Leistung und Kapazität des jeweiligen Modells reichen dafür aus.
Wenn es richtig viel Energie sein soll
Bei der DELTA Pro 3 wird deutlich, wie groß die Unterschiede innerhalb der Produktfamilie sein können. Sie verfügt über 4.096 Wh Kapazität und bis zu 4.000 Watt Ausgangsleistung. Über Solar können bis zu 2.600 Watt aufgenommen werden. Die Kapazität lässt sich darüber hinaus mit zusätzlichen Batterien erweitern.
Für einen normalen Camper ist das allerdings schon eine ziemlich große Lösung. Allein die Powerstation wiegt rund 51,5 Kilogramm. Deshalb würde ich bei der Auswahl nicht einfach nach dem Motto „je größer, desto besser“ vorgehen.
Mehr Kapazität bedeutet schließlich auch mehr Gewicht, mehr Platzbedarf und höhere Kosten. Viel wichtiger ist die Frage, was Du unterwegs tatsächlich mit Strom versorgen möchtest.
Powerstation oder fest installierte Camper-Elektrik?
Das ist wahrscheinlich die wichtigste Frage, wenn Du über eine Anschaffung nachdenkst.
Eine fest installierte Camper-Elektrik hat natürlich ihre Vorteile. Batterie, Solarregler, Ladebooster und Wechselrichter können aufeinander abgestimmt werden und bilden ein festes Gesamtsystem. Gerade bei einem größeren Ausbau ist das eine sinnvolle Lösung.
Eine Powerstation verfolgt dagegen einen etwas anderen Ansatz. Sie ist schnell einsatzbereit, kann relativ unkompliziert transportiert werden und funktioniert unabhängig von einer fest installierten Anlage. Dadurch eignet sie sich auch als Ergänzung zu einer bestehenden Camper-Elektrik.
Für mich ist deshalb nicht unbedingt die Frage „Powerstation oder Camper-Batterie“ entscheidend. Meine fest installierte Stromversorgung bleibt die eigentliche Energieversorgung meines Vans. Eine EcoFlow Powerstation sehe ich vielmehr als Ergänzung und zusätzliche Reserve.
Für mich vor allem ein Backup im Camper
Bei meinem eigenen Camper sehe ich eine Powerstation von EcoFlow vor allem als Backup für die vorhandene Stromversorgung. Ich habe im Van bereits eine fest installierte elektrische Anlage und bin damit im normalen Reisealltag gut versorgt. Eine zusätzliche Powerstation wäre deshalb für mich nicht unbedingt notwendig, um meinen täglichen Strombedarf abzudecken.
Interessant wird sie für mich vielmehr als zusätzliche Sicherheit. Sollte es einmal Probleme mit der fest installierten Stromversorgung geben oder die vorhandene Batterie unerwartet leer sein, habe ich mit einer Powerstation eine zusätzliche Energiequelle an Bord. Gerade wenn man mehrere Tage unterwegs ist und nicht einfach kurzfristig auf einen Stromanschluss zurückgreifen kann, ist es beruhigend, eine solche Reserve dabei zu haben.
Dazu kommt, dass ich die Powerstation auch unabhängig von der Camper-Elektrik einsetzen kann. Kameraakkus, Laptop, Smartphone oder andere Geräte lassen sich damit beispielsweise laden, ohne dass ich dafür auf meine fest installierte Anlage zurückgreifen muss. Über Solar kann die Powerstation außerdem wieder mit Energie versorgt werden.
Genau diese Kombination finde ich spannend: Die fest installierte Elektrik bleibt das eigentliche Energiesystem meines Vans, während eine EcoFlow Powerstation im Hintergrund als flexible Reserve zur Verfügung steht. Man braucht sie vielleicht nicht jeden Tag – aber wenn man sie einmal braucht, ist es gut, sie dabei zu haben.
Besonders interessant für Fotografen
Für mich als Fotograf ist das Thema mobile Energie natürlich noch einmal etwas interessanter. Wenn man unterwegs mehrere Akkus laden muss, dazu vielleicht noch einen Laptop für die Bildauswahl oder Datensicherung nutzt und eventuell eine Drohne dabei hat, kommt über mehrere Tage einiges an Energiebedarf zusammen.
Gerade wenn man nicht nur auf Campingplätzen unterwegs ist, kann eine zusätzliche mobile Energiequelle hier sehr angenehm sein. Man kann die Powerstation beispielsweise während der Fahrt oder über Solar laden und später dort einsetzen, wo man gerade fotografiert oder seinen Abend verbringt.
Das ist für mich einer der Punkte, an denen sich Vanlife und Technik ziemlich gut verbinden lassen: Man kann länger an einem schönen Ort bleiben, ohne dabei komplett auf elektrische Energie verzichten zu müssen.
Worauf Du beim Kauf achten solltest
Bevor Du Dich für eine Powerstation entscheidest, würde ich zuerst einmal Deinen tatsächlichen Stromverbrauch betrachten. Wie viel Energie benötigst Du pro Tag? Welche Geräte möchtest Du betreiben? Brauchst Du wirklich 230 Volt oder reichen USB- und 12-Volt-Anschlüsse?
Auch die Ladewege sind wichtig. Wenn Du viel unterwegs bist, kann die Ladung über das Fahrzeug interessant sein. Wenn Du längere Zeit an einem Platz bleibst, spielt Solar eine größere Rolle. Und wer regelmäßig Landstrom nutzt, kann die Powerstation natürlich auch darüber laden.
Nicht zuletzt solltest Du Gewicht und Abmessungen im Blick behalten. Gerade bei einem Camper ist zusätzlicher Stauraum begrenzt. Eine riesige Powerstation klingt auf dem Papier beeindruckend, hilft Dir aber wenig, wenn sie dauerhaft im Weg steht oder einen großen Teil Deines Stauraums benötigt.
Mein Fazit
EcoFlow zeigt ziemlich gut, wie vielseitig mobile Energieversorgung inzwischen geworden ist. Von einer kleinen Powerstation für Smartphone, Kamera und Laptop bis hin zu großen Systemen mit mehreren Kilowattstunden Kapazität ist vieles möglich.
Für Camper finde ich vor allem die Kombination aus Powerstation und Solar interessant. Sie kann zusätzliche Unabhängigkeit schaffen und ist gleichzeitig flexibel genug, um auch außerhalb des Vans eingesetzt zu werden.
Für mich steht dabei gar nicht im Vordergrund, meine vorhandene Camper-Elektrik durch eine Powerstation zu ersetzen. Vielmehr sehe ich EcoFlow als zusätzliche Möglichkeit, im Fall der Fälle eine unabhängige Energiequelle zur Verfügung zu haben. Meine fest installierte Stromversorgung bleibt das eigentliche System im Van, während die Powerstation als Backup und flexible Ergänzung dient.
Gerade beim Vanlife geht es für mich schließlich darum, möglichst lange dort bleiben zu können, wo es einem gefällt – und nicht ständig den nächsten Stromanschluss suchen zu müssen. Und wenn unterwegs doch einmal etwas mit der Stromversorgung nicht so läuft wie geplant, ist es ein gutes Gefühl, noch eine zusätzliche Energiequelle an Bord zu haben.




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