Der Stromverbrauch im Camper war eines der Themen, mit denen ich mich beim Ausbau meines Fiat Ducato besonders beschäftigt habe. Schließlich wollte ich möglichst unabhängig von Campingplätzen und Landstromanschlüssen reisen können. Gleichzeitig hatte ich wenig Lust, unterwegs ständig auf den Ladezustand der Batterie achten zu müssen. Deshalb habe ich meine Stromversorgung von Anfang an so geplant, dass genügend Reserven für unsere üblichen Verbraucher vorhanden sind.
Inzwischen arbeitet in meinem Ducato eine LiTime LiFePO4-Batterie mit 300 Ah. Dazu kommen 400 Watt Solarleistung auf dem Dach, ein ECTIVE BB30 Ladebooster und ein ECTIVE CSI 30 Pro Wechselrichter. Damit versorge ich unter anderem unsere Kompressor-Kühlbox, die Dieselheizung und das Induktionskochfeld. Auch Smartphones, Laptop und meine Kameraausrüstung benötigen regelmäßig Strom.
Das Interessante daran: Obwohl wir inzwischen einige Reisen mit dieser Ausstattung unternommen haben, war unsere Batterie bisher nie nennenswert entladen. Das liegt allerdings nicht allein an ihrer Kapazität. Vielmehr spielt das Zusammenspiel aus Stromverbrauch, Solarertrag und dem Nachladen während der Fahrt eine entscheidende Rolle. Doch wie viel Energie benötigen unsere Geräte eigentlich? Und wie lange könnte ich ohne zusätzliche Ladung auskommen?
Stromverbrauch im Camper richtig berechnen
Wer seine Camper-Elektrik plant, begegnet ziemlich schnell Begriffen wie Watt, Wattstunden und Amperestunden. Die Angaben beschreiben allerdings unterschiedliche Dinge. Watt (W) steht für die elektrische Leistung eines Gerätes. Wattstunden (Wh) geben dagegen an, wie viel Energie es innerhalb eines bestimmten Zeitraums benötigt. Ein Gerät mit einer Leistungsaufnahme von 50 Watt verbraucht bei zwei Stunden Betriebsdauer insgesamt 100 Wattstunden. Die Formel dafür lautet: Leistung in Watt multipliziert mit der Betriebsdauer in Stunden.
Bei einer Batterie wird die Kapazität üblicherweise in Amperestunden (Ah) angegeben. Um herauszufinden, wie viel Energie darin gespeichert werden kann, benötigt man zusätzlich die Nennspannung. Meine LiTime-Batterie besitzt 300 Ah bei 12,8 Volt. Daraus ergeben sich rechnerisch 3.840 Wh beziehungsweise 3,84 kWh gespeicherte Energie. Allerdings steht dieser Wert nicht automatisch vollständig zur Verfügung. Temperatur, Belastung und Verluste innerhalb der Anlage beeinflussen, wie viel Energie sich tatsächlich nutzen lässt.
Für die Planung ist deshalb der tägliche Energieverbrauch wesentlich aussagekräftiger als die reine Leistungsangabe einzelner Geräte. Ein Induktionskochfeld benötigt zwar kurzzeitig sehr viel Strom, läuft dafür aber nur wenige Minuten. Eine Kühlbox zieht deutlich weniger Leistung, ist während einer Reise jedoch praktisch ständig eingeschaltet. Über den gesamten Tag kann sich dadurch ein beachtlicher Verbrauch ergeben.
Wie meine elektrische Anlage aufgebaut ist und welche Komponenten ich dafür verwende, habe ich bereits im Artikel Camper-Elektrik im Fiat Ducato – mein aktuelles Stromsystem beschrieben.
Welche Geräte verbrauchen bei mir am meisten Strom?
Zu den wichtigsten dauerhaften Verbrauchern gehört meine Dometic CFX 35 Kompressor-Kühlbox. Sie ist während unserer Reisen durchgehend eingeschaltet, wobei der Kompressor natürlich nicht permanent läuft. Sobald die eingestellte Temperatur erreicht ist, schaltet er ab und springt bei Bedarf wieder an. Wie häufig das passiert, hängt unter anderem von der Außentemperatur, der Kühltemperatur und der Häufigkeit des Öffnens ab. Gerade an heißen Sommertagen kann der Strombedarf deshalb deutlich steigen. Für meine spätere Beispielrechnung gehe ich von 300 Wh am Tag aus. Das ist eine Planungsannahme und kein gemessener Verbrauch meiner Kühlbox.
Ein weiterer Verbraucher ist meine JP Heater Diesel Combi. Da die Heizung ihre Wärme mit Diesel erzeugt, benötigt sie wesentlich weniger elektrische Energie als eine rein elektrische Heizung. Trotzdem brauchen das Gebläse, die Steuerung und der Startvorgang Strom. Vor allem bei längeren Heizzeiten summiert sich dieser Verbrauch. Rechne ich beispielsweise mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 30 Watt über sechs Stunden, komme ich auf 180 Wh. Auch dieser Wert dient ausschließlich der Veranschaulichung. Je nach Betriebszustand kann die tatsächliche Stromaufnahme abweichen. Die Warmwasserfunktion lasse ich dabei außen vor, da ich sie bisher noch nicht genutzt habe.
Deutlich mehr Leistung benötigt dagegen mein IKEA LAGAN Induktionskochfeld mit zwei Kochzonen. Laut Hersteller beträgt die maximale Anschlussleistung 3.200 Watt. Im normalen Kochbetrieb wird diese Leistung allerdings nicht ständig abgerufen. Nehmen wir an, das Kochfeld läuft eine halbe Stunde mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 1.000 Watt. Dann ergibt sich ein Energieverbrauch von 500 Wh. Da der Wechselrichter bei der Umwandlung von 12 Volt auf 230 Volt zusätzliche Energie benötigt, fällt der tatsächliche Verbrauch auf der Batterieseite höher aus. Bei einem angenommenen Wirkungsgrad von 90 Prozent wären das rund 560 Wh.
Gerade beim Induktionskochen sollte man außerdem auf die Grenzen der eigenen Elektrik achten. Mein ECTIVE CSI 30 Pro ist zwar für 3.000 Watt Dauerleistung ausgelegt, allerdings besitzt meine LiTime-Batterie laut Hersteller ein 200-A-Batteriemanagementsystem. Bei 12,8 Volt entspricht das rechnerisch 2.560 Watt auf der Batterieseite. Nach den Verlusten des Wechselrichters bleibt entsprechend weniger Leistung für die angeschlossenen Geräte übrig. Die volle Leistung des Kochfeldes kann ich deshalb nicht einfach als dauerhaft verfügbar betrachten. Ob und mit welchen Leistungsstufen sich ein solches Gerät betreiben lässt, hängt von der gesamten Installation ab.
Trotzdem bin ich mit meiner Entscheidung für Induktion bisher zufrieden. Ich benötige keine zusätzliche fest eingebaute Gasanlage und kann die vorhandene Stromversorgung auch zum Kochen nutzen. Welche Vor- und Nachteile ich dabei sehe, erkläre ich ausführlicher im Beitrag Kochen im Camper: Gas oder Induktion?.
Neben diesen größeren Verbrauchern kommen noch Beleuchtung, Smartphones, Laptop und Kameraakkus hinzu. Einzeln betrachtet benötigen diese Geräte meistens überschaubare Energiemengen. Über den Tag verteilt entsteht daraus trotzdem ein zusätzlicher Strombedarf. Gerade weil ich auf Reisen gerne fotografiere und mein technisches Equipment regelmäßig nutze, sollte ich diese Verbraucher bei der Berechnung nicht vergessen.
Beispielrechnung: So viel Strom könnte mein Camper täglich benötigen
Um den gesamten Strombedarf besser einschätzen zu können, habe ich eine Beispielrechnung erstellt. Dabei gehe ich von einem Reisetag aus, an dem die Kühlbox durchgehend eingeschaltet ist, wir abends mit Induktion kochen und die Dieselheizung einige Stunden läuft. Hinzu kommen Beleuchtung und die üblichen kleineren Verbraucher.
Die Werte sind bewusst keine angeblichen Messergebnisse meines Campers. Sie zeigen, welche Energiemengen bei den angenommenen Leistungen und Nutzungszeiten zusammenkommen könnten. So lässt sich der eigene Strombedarf zumindest grob einschätzen, bevor man sich für eine bestimmte Batteriekapazität entscheidet.
| Verbraucher | Angenommener Tagesverbrauch |
|---|---|
| Dometic CFX 35 Kühlbox | 300 Wh |
| JP Heater Diesel Combi | 180 Wh |
| LED-Beleuchtung | 40 Wh |
| Smartphone und Kameraakkus | 50 Wh |
| Laptop | 120 Wh |
| Induktionskochfeld inkl. Umwandlungsverlust | 560 Wh |
| Sonstige Verbraucher und Grundlast | 50 Wh |
| Gesamtverbrauch | 1.300 Wh |
Mit diesen Annahmen käme mein Camper auf einen täglichen Energiebedarf von rund 1,3 kWh. Bei einer Batteriespannung von 12,8 Volt entspricht das ungefähr 102 Ah. Natürlich kann dieser Wert je nach Reiseverhalten deutlich niedriger oder höher ausfallen. Im Sommer entfällt beispielsweise die Dieselheizung, während die Kühlbox bei hohen Temperaturen mehr Energie benötigen könnte. Auch beim Kochen macht es einen Unterschied, ob ich nur kurz Wasser erhitze oder eine aufwendigere Mahlzeit zubereite.
Doch wie lange würde meine 300-Ah-Batterie mit diesem angenommenen Verbrauch auskommen? Rechnerisch speichert sie 3.840 Wh. Für die Planung möchte ich davon etwa 20 Prozent als Reserve behalten. Damit stehen in unserem Beispiel 3.072 Wh zur Verfügung. Teile ich diese Energiemenge durch den Tagesverbrauch von 1.300 Wh, ergibt sich eine Laufzeit von ungefähr 2,4 Tagen. Unter den angenommenen Bedingungen könnte ich also gut zwei Tage ohne Nachladen auskommen und hätte noch etwas Reserve.
Diese Rechnung ist allerdings kein Praxisergebnis. Sie setzt voraus, dass der tägliche Stromverbrauch ungefähr gleich bleibt und keine zusätzliche Energie durch Solar oder den Ladebooster hinzukommt. Außerdem berücksichtigt sie nur die angenommenen Verluste und Verbrauchswerte. Wie lange unsere Stromversorgung tatsächlich ohne jede Nachladung durchhalten würde, habe ich bisher nicht gezielt getestet.
Meine Erfahrungen: Warum die Batterie bisher kaum entladen war
In der Praxis sieht die Situation bei uns deutlich entspannter aus, als es die reine Berechnung zunächst vermuten lässt. Obwohl wir unsere elektrischen Verbraucher ganz normal nutzen, war die Batterie auf unseren bisherigen Reisen nie nennenswert entladen. Wenn ich auf meinen LiTime-Batteriemonitor schaue, zeigt er meistens noch einen sehr hohen Ladezustand an. Besonders sparsam mussten wir deshalb bislang nicht mit unserer vorhandenen Energie umgehen.
Der entscheidende Grund dafür ist unser Reiseverhalten. Wir stehen zwar gerne auf kleinen und abgelegenen Stellplätzen, bleiben aber nicht grundsätzlich mehrere Tage am selben Ort. Stattdessen fahren wir regelmäßig weiter, erkunden die Umgebung oder wechseln unseren Übernachtungsplatz. Während dieser Fahrten lädt mein ECTIVE BB30 Ladebooster die Aufbaubatterie nach. Laut Hersteller kann er dabei einen Ladestrom von bis zu 30 Ampere bereitstellen. Wie viel Energie tatsächlich ankommt, hängt natürlich vom Ladezustand und den jeweiligen Betriebsbedingungen ab.
Wenn der Booster beispielsweise eine Stunde lang konstant 30 Ampere liefern würde, entspräche das rechnerisch 30 Ah nachgeladener Batteriekapazität. Allerdings erreicht er diesen Wert nicht zwangsläufig während der gesamten Fahrt. Trotzdem zeigt das Beispiel, weshalb regelmäßiges Fahren einen deutlichen Unterschied machen kann. Ein Teil der zuvor verbrauchten Energie wird bereits unterwegs wieder ergänzt, ohne dass ich dafür einen Campingplatz mit Landstromanschluss benötige.
Zusätzlich habe ich zwei flexible ECO-WORTHY-Solarmodule mit jeweils 200 Watt auf dem Dach. Der ECTIVE SC 40 Pro MPPT-Laderegler übernimmt die Ladung der Batterie. Sobald ausreichend Sonnenlicht vorhanden ist, liefert die Anlage zusätzliche Energie. An guten Tagen kann dadurch bereits ein erheblicher Teil des täglichen Stromverbrauchs ausgeglichen werden. Zusammen mit dem Ladebooster funktioniert dieses Konzept für unser bisheriges Reiseverhalten sehr gut.
Wie viel bringen 400 Watt Solar im Alltag?
Die Nennleistung meiner Solarmodule beträgt zusammen 400 Watt. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Anlage über mehrere Stunden dauerhaft genau diese Leistung liefert. Entscheidend sind die tatsächlichen Lichtverhältnisse, die Jahreszeit, die Modultemperatur und mögliche Verschattungen. Gerade bei flach auf dem Camperdach montierten Modulen spielt außerdem der Sonnenstand eine Rolle.
Für eine einfache Modellrechnung können wir annehmen, dass die Anlage an einem guten Sonnentag insgesamt vier äquivalente Volllaststunden erreicht. Dann ergibt sich ein theoretischer Tagesertrag von 1.600 Wh beziehungsweise 1,6 kWh vor den Verlusten des Systems. Unter solchen Bedingungen könnte meine Solaranlage den angenommenen Tagesverbrauch von 1,3 kWh weitgehend abdecken. Allerdings lässt sich dieser Ertrag keinesfalls für jeden Tag voraussetzen.
Besonders im Herbst und Winter fallen die Ergebnisse häufig deutlich schlechter aus. Die Tage sind kürzer, die Sonne steht niedriger und längere Schlechtwetterphasen können den Ertrag stark reduzieren. Deshalb verlasse ich mich nicht ausschließlich auf Solar. Für mich liegt der Vorteil darin, dass sich die Energieversorgung aus verschiedenen Quellen ergänzt. Wenn die Solaranlage weniger liefert, kann der Ladebooster während der nächsten Fahrt wieder einen Teil der verbrauchten Energie ausgleichen.
Zusätzlich habe ich eine faltbare Renogy Solartasche mit 220 Watt dabei. Diese nutze ich unter anderem als Lademöglichkeit für meine EcoFlow Powerstation. Sie ist damit eine separate Ergänzung und gehört nicht zur fest installierten 400-Watt-Dachanlage.
Welche Rolle spielt der Wechselrichter beim Stromverbrauch?
Ein Punkt, den man bei der Berechnung nicht vergessen sollte, ist der Eigenverbrauch des Wechselrichters. Selbst wenn gerade kein angeschlossenes Gerät Strom benötigt, verbraucht ein eingeschalteter Wechselrichter Energie. Bei leistungsstarken Modellen kann sich das über einen längeren Zeitraum durchaus bemerkbar machen.
Meinen ECTIVE CSI 30 Pro schalte ich deshalb normalerweise nur bei Bedarf ein. Wenn ich beispielsweise mit Induktion koche, aktiviere ich den Wechselrichter und schalte ihn anschließend wieder aus. Gelegentlich vergesse ich das natürlich auch. Allerdings ist mir dadurch bisher kein besonders hoher Energieverlust aufgefallen. Wie viel Strom mein konkretes Gerät im Leerlauf tatsächlich benötigt, habe ich noch nicht gezielt gemessen.
Laut Bedienungsanleitung gibt ECTIVE für den CSI 30 Pro eine Leerlaufstromaufnahme von ungefähr 1,2 Ampere an. Bei angenommenen 12,8 Volt entspricht das rund 15 Watt. Bleibt der Wechselrichter einen ganzen Tag ohne Last eingeschaltet und verbraucht dabei konstant diesen Strom, summiert sich das rechnerisch auf etwa 370 Wh. Das wäre bereits ein spürbarer Anteil unseres angenommenen Tagesverbrauchs.
Weil ich den Wechselrichter überwiegend nur bei Bedarf nutze, spielt dieser mögliche Dauerverbrauch in unserem normalen Reisealltag keine vergleichbare Rolle. Trotzdem finde ich es sinnvoll, die Stromaufnahme gelegentlich zu kontrollieren. Gerade bei längeren Standzeiten ohne Fahrt oder ausreichenden Solarertrag können sich solche vermeidbaren Verluste bemerkbar machen.
Warum ich meinen Stromverbrauch überwache
Um den Ladezustand und die Stromflüsse besser beurteilen zu können, habe ich einen LiTime Batteriemonitor mit 500-A-Shunt verbaut. Darüber sehe ich, wie viel Strom gerade aus der Batterie entnommen wird oder durch Solar und Ladebooster hineinfließt. Außerdem bekomme ich einen Überblick über den berechneten Ladezustand. Das ist für mich hilfreicher, als mich ausschließlich auf die Batteriespannung zu verlassen.
Gerade bei LiFePO4-Batterien verändert sich die Spannung über einen großen Teil des Ladezustands nur wenig. Deshalb lässt sich daraus allein nicht zuverlässig ablesen, wie viel Energie noch vorhanden ist. Ein korrekt eingerichteter Shunt erfasst dagegen die Lade- und Entladeströme und kann daraus den Ladezustand abschätzen. Allerdings benötigt auch diese Berechnung passende Einstellungen und gelegentlich eine Synchronisierung.
Bisher habe ich den Monitor hauptsächlich genutzt, um den allgemeinen Zustand meiner Batterie im Blick zu behalten. Bei Gelegenheit möchte ich aber einen richtigen Verbrauchstest durchführen. Besonders interessant wäre für mich, wie viel Strom die Kühlbox innerhalb von 24 Stunden benötigt. Auch den Energiebedarf beim Induktionskochen und den Verbrauch der Dieselheizung während einer kalten Nacht würde ich gerne genauer messen.
Neben meiner fest installierten Stromversorgung habe ich übrigens noch eine EcoFlow RIVER 2 Max als Backup dabei. Sie hat sich bereits während eines längeren Wechselrichterausfalls als hilfreich erwiesen. Welche Vorteile diese Kombination für mich hat, beschreibe ich im Beitrag Powerstation oder feste Camper-Elektrik? Meine Erfahrungen.
Wie viel Batteriekapazität würde ich heute einplanen?
Wenn ich meine Camper-Elektrik heute noch einmal planen müsste, würde ich mich erneut zuerst mit dem tatsächlichen Energiebedarf beschäftigen. Denn die Größe der Batterie ist nur ein Teil der gesamten Stromversorgung. Mindestens genauso entscheidend finde ich die Frage, wie regelmäßig sie wieder geladen werden kann. Wer viel fährt und zusätzlich eine vernünftige Solaranlage besitzt, hat andere Voraussetzungen als jemand, der tagelang ohne Bewegung an einem schattigen Stellplatz steht.
Auch die Art der Verbraucher macht einen Unterschied. Wer mit Gas kocht und nur wenige elektrische Geräte nutzt, kommt möglicherweise mit einer deutlich kleineren Batterie aus. Soll dagegen regelmäßig mit Induktion gekocht werden, steigt der Energiebedarf spürbar. Für eine passende Planung sollte man deshalb die eigenen Geräte, ihre Nutzungszeiten und die verfügbaren Lademöglichkeiten gemeinsam betrachten.
Für unser bisheriges Reiseverhalten bin ich mit meiner LiTime-Batterie mit 300 Ah und den 400 Watt Solar jedenfalls zufrieden. Die Kombination aus Batterie, Solaranlage und ECTIVE BB30 hat sich bewährt. Selbst mit unserer elektrischen Ausstattung musste ich bislang nicht besonders sparsam sein. Ob ich die Kapazität irgendwann tatsächlich vollständig ausreizen werde, kann ich heute noch nicht sagen. Einen größeren Akku würde ich aber allein aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen nicht einplanen.
Mich würde interessieren, wie Du Deine Stromversorgung im Camper gelöst hast. Wie groß ist Deine Aufbaubatterie und wie lange kommst Du damit ohne Nachladen aus? Vielleicht hast Du sogar schon einmal einen richtigen Verbrauchstest gemacht. Schreib Deine Erfahrungen gerne in die Kommentare.
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