Elektrik im Van

Vollautarke Stromversorgung im Van – mein Setup im Detail

1. Die Versorgungsbatterie

Ich nutze eine LiTime 12 V 300 Ah LiFePO4‑Batterie. Diese LiFePO₄-Technologie überzeugt durch hohe Zyklenzahl, geringe Selbstentladung und deutlich bessere Performance als klassische Bleibatterien. So bildet sie das Herzstück meiner 12 V-Versorgung im Van.

2. Batterie-Monitor & Shunt

Zu einer hochwertigen Batteriebank gehört unbedingt ein präziser Shunt und Batteriemonitor, damit ich jederzeit sehe, wieviel Energie rein/raus geht, wieviel Ampere geflossen sind und wieviel Restkapazität bleibt. So behalte ich die Kontrolle über den Zustand meiner Batterie.

3. Lade-Booster fürs Fahren

Damit die Versorgungsbatterie unterwegs über die Lichtmaschine optimal nachgeladen wird, nutze ich den ECTIVE BB30 Ladebooster 12 V→12 V 30 A. Dieser Booster ist ausdrücklich kompatibel mit LiFePO₄ und für Batteriekapazitäten bis etwa 280 Ah ausgelegt. So wird bei Fahrt die Batterie effizient geladen und bleibt gesund.

4. Wechselrichter für 230 V-Verbraucher

Für all die Geräte im Van, die über 230 V betrieben werden (z. B. Mikrowelle, Induktionskochfeld, Boiler), habe ich den ECTIVE SSI 30 PRO 3000 W/12 V Wechselrichter installiert.
Das Gerät bietet nicht nur reinen Sinus, sondern auch Netz-Vorrangschaltung, Ladegerätfunktion und MPPT-Solarregler – also quasi „4-in-1“. Damit bin ich auf 230 V bestens ausgestattet.

5. Fernbedienung für den Wechselrichter

Damit ich den Wechselrichter bequem steuern und überwachen kann – gerade weil er in der Heckgarage eingebaut ist – nutze ich die ECTIVE RC PRO Fernbedienung.
Damit sehe ich z. B. Batteriestand, Landstrom-Status, Solarzulauf etc. ganz bequem vom Wohnraum aus.

6. Solaranlage auf dem Dach

Für die Sonnenenergie habe ich 400 W monokristalline flexible Solarmodule auf dem Dach verbaut. Damit kann ich bei Standzeiten oder unterwegs mit Sonne die Batterie zusätzlich laden.
Die Komponenten (Solarmodule + MPPT im Wechselrichter) sorgen dafür, dass ich sowohl 12 V als auch 230 V Systeme auch autark betreiben kann – ideal für Kühlschrank, Beleuchtung, Lademöglichkeiten, Wasserpumpe, Wasserboiler, Heizung.

7. Landstromanschluss

Außerdem habe ich einen Landstromanschluss integriert. Wenn ich auf dem Campingplatz stehe oder beim Netzanschluss bin, kann ich die Batterie laden oder direkt 230 V Verbraucher nutzen – ganz ohne Batteriebelastung.

Wie läuft das in der Praxis?
  • Beim Fahren: Lichtmaschine → Ladebooster → Versorgungsbatterie, so wird sie „nachgefüllt“.
  • Stehen und Fahrt mit Sonne: Solarmodule → MPPT (im Wechselrichter) → Batterie.
  • Stehen mit Netz: Landstrom → Wechselrichter-Ladegerätfunktion oder direkt 230 V Verbraucher.
  • Verbrauch: Kühlschrank, Induktionskochfeld, Mikrowelle, Wasserpumpe, Boiler, Heizung – alles läuft mit der richtigen Verteilung auf 12 V bzw. 230 V.

Ich kann damit sowohl meine 12 V Versorgung (Beleuchtung, Lüfter, Wasserpumpe, USB/Ladestationen) als auch meine 230 V Verbraucher sicher betreiben. Wichtig dabei: Die Batterie ist groß genug (300 Ah LiFePO₄) und das System so dimensioniert, dass ich auch längere Standzeiten ohne Netz gut auskomme.

Warum dieses Setup?
  • LiFePO₄ ist sicherer, langlebiger und effizienter.
  • Die Kombination aus Ladebooster + Solaranlage + Landstrom sorgt für maximale Flexibilität und Autarkie.
  • Ein integrierter Wechselrichter mit Lade- und Solarregelung spart Platz und Verkabelungsaufwand.
  • Fernbedienung erhöht den Komfort.
  • Ich bin unabhängig vom Campingplatznetz, ideal für freie Stellplätze, Natur oder Reisen mit dem Van.
Meine Tipps für Dich
  • Dimensionierung: Berechne zuerst Deinen täglichen Verbrauch (Kühl­schrank, Licht, Heizung, …). Dann wähle Batterie & Solarmodule so, dass Du mindestens 1-2 Tage abseits Netz autark bist.
  • Verkabelung & Sicherheit: Achte auf ausreichend große Kabelquerschnitte, gute Absicherungen, ordentliche Erdung und sichere Montage – gerade bei LiFePO₄ und hohen Strömen.
  • BMS & Überwachung: Der Shunt mit Monitor ist Pflicht – damit erkennst Du Lade-/Entladezyklen, Restkapazität und kannst früh reagieren.
  • Solaranlage sinnvoll nutzen: Flexible Module sind platzsparend. Achte aber auf Schattenbildung, Modulqualität und Verklebung (Dach ist nicht immer plan).
  • Wechselrichter mit Reserve: Wenn Induktionskochfeld oder Mikrowelle zum Einsatz kommt – nimm lieber eine Wechselrichterleistung mit Reserve.
  • Landstromfunktion nicht vergessen: Wenn Du auf Campingplätzen stehst oder beim Netz bist – die Ladefunktion über Landstrom entlastet die Batterie und verlängert deren Leben.

Fazit

Mit diesem Setup bist Du bestens gerüstet – sowohl für autarkes Vanlife als auch für Komfort-Momente mit 230 V im Van. Wenn Du diese Technik sorgfältig einbaust, kannst Du entspannt reisen, fotografieren und Deine Reisen genießen, ohne ständig über Strom sorgen zu müssen.

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