Noemi
2026
Manche Shootings entstehen aus einem spontanen Impuls heraus, andere tragen eine lange Geschichte in sich. Das hier gehört zur zweiten Kategorie.
Noémi und ich kennen uns seit Jahren. Wir haben gemeinsam Bilder gemacht, als ich noch dabei war herauszufinden, was meine Fotografie überhaupt sein will – und sie war immer jemand, mit dem ich einfach fotografieren konnte, ohne groß nachzudenken. Dieses gegenseitige Vertrauen ist etwas, das man sich nicht erarbeiten kann. Es ist einfach da.
Was an diesem Shooting besonders war: Wir haben uns bewusst keine Vorgaben gemacht. Kein Mood Board, kein Konzept, keine Liste mit Posen. Nur ein Raum, Licht, das durch ein Fenster fiel, 2 LED Dauerlichter – und die Volna-3 mit ihrer charakteristischen Unschärfe, die nie ganz tut, was man von ihr erwartet. Genau das wollte ich.
Die Bilder, die dabei entstanden sind, fühlen sich für mich weniger wie Porträts an und mehr wie Zustände. Momente zwischen Anwesenheit und Verschwinden. Noémi taucht aus dem Dunkel auf, verschwindet hinter Schatten, schaut an der Kamera vorbei oder direkt durch sie hindurch.
Auf das nächste Mal – hoffentlich ohne weitere zwei Jahre Pause.

Dein Kommentar
An Diskussion beteiligen?Hinterlassen Sie uns Ihren Kommentar!